2-7 gegen den EHC Polysport – die angestrebte Revanche für den Saisonauftakt gelang leider nicht.

Wir spielten das erste Mal in Burgdorf und wieder bekamen wir es mit einer aussergewöhnlichen Eisfläche zu tun. Diesmal war das Feld kürzer und schmaler als ein Original-Eisfeld. Es bot sich also sehr wenig Platz, um ein gutes Kombinationsspiel aufzuziehen.

Dieser Umstand prägte das Spiel dann auch von Beginn weg. Auf beiden Seiten gab es Fehlpässe wie Sand am Meer und durch die Mittelzone zu kommen war nahezu unmöglich. Und wenn wir einmal zu Chancen kamen, machte der übermächtige Torhüter von Polysport diese wie schon im Hinspiel zunichte ohne mit der Wimper zu zucken. Die einzige Möglichkeit ihn zu überwinden war, ihn so auszuspielen, dass man praktisch das leere Tor vor sich hat, alles andere war schlicht unmöglich. Und tatsächlich gelang uns das, nach einem schönen Querpass erzielten wir das 1-0. Da unser Torhüter bis dahin auch unheimlich stark spielte und die Gegner zahlreich danebenschossen, konnten wir diesen Vorsprung trotz eines zähen und fehlergeprägten Spiels bis zur Pause halten. Das war aber fast das einzige Positive, was wir aus der ersten Hälfte mitnehmen konnten.

Leider wurde es vorerst nicht besser, nach dem Unterbruch legten wir einen kompletten Fehlstart hin. Vom Bully weg übernahm der Gegner die Scheibe und gab sie nicht mehr her. Er schnürte uns in unserem Drittel ein und wirbelte gefühlt minutenlang um unser Tor, ohne dass wir befreien konnten. So kam es, wie es kommen musste: Wir kassierten den Ausgleich. Bezüglich der Anzahl Chancen, die Polysport in der ersten Hälfte gehabt hatte, war dieser aber verdient.

Das saubere Befreien war in diesem Spiel oft unser Problem, in der Folge noch viel mehr. Das Gegentor brachte uns etwas aus der Fassung, auch wenn es sich schon lange abgezeichnet hatte. Es war irgendwie der Schlüsselmoment im Spiel und ein absoluter Game Breaker, denn danach kriegten wir eine Zeit lang nichts mehr auf die Reihe. Es ging nicht lange und wir erhielten den nächsten Gegentreffer. Diesmal konnten wir noch reagieren und unsererseits noch einmal den Ausgleich schiessen, das sollte aber unser letzter Treffer sein. Nicht so für den Gegner, der nun Treffer an Treffer reihte. Wir fielen komplett auseinander, die Abstimmung stimmte überhaupt nicht mehr und immer wieder kam ein Gegenspieler völlig frei zum Abschluss. So erzielte Polysport in kurzer Zeit zwei, drei weitere Treffer und zog schlussendlich auf 7-2 davon.

Dann konnten wir uns aber fangen und wurden in der letzten halben Stunden noch einmal etwas stärker. Es gab doch noch die eine oder andere gute Aktion unsererseits. Unser Spiel wurde konzentrierter und wir konnten noch einmal ziemlich Druck aufbauen. Natürlich war es bereits zu spät, das Spiel noch irgendwie zu drehen, wir erzielten auch keinen Treffer mehr. Aber es war gut zu sehen, dass wir den grenzenlosen Leistungsabfall etwas abbremsen konnten.

Interessanterweise spielten wir in dieser zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit wirklich besser als noch vor der Pause, wo wir mit unserem Spiel nicht zufrieden gewesen waren, aber noch 1-0 geführt hatten. Leider brach uns der für die Blue Kings typische Einbruch aber das Genick und es gab eine zu klare Niederlage in einem Spiel, in dem wir phasenweise gar nicht schlecht gespielt hatten.

4-3 in extremis, die Reaktion ist geglückt. Nach dem Debakel im letzten Spiel kehrten die Blue Kings mit einem knappen Sieg gegen das Rapid Hockey Team auf die Siegesstrasse zurück.

Das Spiel fand erneut auf dem übergrossen Aussenfeld in Zuchwil statt. Aber diesmal waren wir darauf eingestellt und auch die Eisqualität war um einiges besser. Da wir etwas Spielermangel hatten, traten wir mit einigen Ersatzspielern an, die guten und frischen Schwung ins Team brachten, vielleicht gerade das Richtige nach dem letzten Spiel.

Wir starteten gut, konnten uns oft im gegnerischen Drittel festsetzen und hatten die Duelle an den Banden im Griff. Unser Passspiel war diesmal von überdurchschnittlich hoher Qualität, wir spielten schon fast ein wenig so wie unser Gegner im vergangenen Spiel. Wir nutzten den Platz, den das grosse Eisfeld bot, aus und liessen die Scheibe gut rotieren. Auch die Verteidiger wurden heute gut mit einbezogen, diese konnten einige Male Schüsse abgeben während wir Leute vor dem Tor postiert hatten, was zu Abprallern führte und schlussendlich auch vom Torerfolg gekrönt war. Zwei weitere Tore erzielten wir mit einer schönen Einzelleistung respektive nach gutem Kombinationsspiel, welches mit der Direktabnahme nach einem schönen Querpass abgeschlossen wurde.

Leider unterliefen uns in der Defensive auch ein paar Fehler, die meist in Missverständnissen und Kommunikationsproblemen ihren Ursprung hatten und die darin endeten, dass der Gegner völlig unbedrängt im Slot zum Abschluss kam und diese Chancen auch nutzte. Deshalb mussten wir trotz einer sonst soliden defensiven Leistung unnötige Gegentreffer hinnehmen und standen so kurz vor Schluss nur mit einem 3-3 da.

Dieser Spielstand aus unserer Sicht jetzt doch etwas zu wenig Lohn für die harte Arbeit, zumal wir doch das bessere Team waren. Aber diesmal war das Glück kurz vor Schluss auf unserer Seite: Praktisch mit dem Schlusspfiff erzielten wir das 4-3 durch eine weitere herrliche Einzelleistung und konnten doch noch einen Sieg feiern.